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Schauplatz der Weltgeschichte

Pressemitteilung   •   Mai 28, 2020 12:28 CEST

Das Feldtelefon aus Churchills Arbeitsraum. Foto: SPSG.

Schauplatz der Weltgeschichte
Ausstellung „Potsdamer Konferenz 1945 – Die Neuordnung der Welt“

Aus Anlass des 75. Jahrestags der Potsdamer Konferenz präsentiert die Stiftung Preußische Schlösser und Gärten Berlin-Brandenburg (SPSG) vom 23. Juni bis 1. November 2020 die Ausstellung „Potsdamer Konferenz 1945 – Die Neuordnung der Welt“. Ausstellungsort ist mit dem Schloss Cecilienhof in Potsdam der authentische Schauplatz des Ereignisses von welthistorischer Bedeutung, dessen lokale und globale Dimension die Stiftung Preußische Schlösser und Gärten (SPSG) erstmals in einer großen Schau thematisiert.

Als am 17. Juli 1945 um 17.08 Uhr die erste Sitzung der Konferenz im Schloss Cecilienhof, dem letzten Schlossbau der Hohenzollern in Potsdam, eröffnet wurde, schaute die Welt gebannt auf die preußische Residenzstadt vor den Toren Berlins. Die Staats- und Regierungschefs der drei Hauptsiegermächte des Zweiten Weltkrieges, USA, Großbritannien und Sowjetunion, trafen sich am Runden Tisch in der zentralen Halle des Schlosses, wo die „Großen Drei“, Harry S. Truman (1884-1972), Winston Churchill (1874-1965), später Clement Attlee (1883-1967) und Josef Stalin (1878-1953) über die Zukunft Deutschlands sowie über eine politische und territoriale Neuordnung Europas und der Welt berieten. Im Rückblick markierten die zwischen dem 17. Juli und 2. August 1945 geführten Verhandlungen den Bruch zwischen den Verbündeten. Aus Partnern im Kampf gegen Hitler und das nationalsozialistische Deutschland wurden Gegner mit unterschiedlichen politischen und wirtschaftlichen Systemen. Der Kalte Krieg und die Teilung der Welt in zwei feindliche Blöcke zeichneten sich bereits im Sommer 1945 ab. Während in Europa der Zweite Weltkrieg vorüber war, gingen die Kämpfe in Asien und dem Pazifikraum unvermindert weiter und gipfelten im Abwurf der Atombomben auf Hiroshima und Nagasaki am 6. und 9. August 1945. Mit der Kapitulation des japanischen Kaiserreichs am 2. September 1945 endete der Zweite Weltkrieg, doch es folgte der „Kalte Krieg“, das atomare Wettrüsten der Großmächte in Ost und West.

DIE AUSSTELLUNG
Neben der Darstellung der Entscheidungen und Abläufe der Potsdamer Konferenz soll in allen Ausstellungsbereichen auch die Sicht derjenigen im Fokus stehen, die von den Verhandlungen und weitreichenden Entscheidungen der Zusammenkunft unmittelbar und mittelbar betroffen waren. Die sachliche Präsentation der weitreichenden geopolitischen Beschlüsse kontrastiert somit mit – emotional berührenden – persönlichen Stimmen Betroffener. Damit wird erstmals für die Besucherinnen und Besucher der Gegensatz zwischen den abstrakten Entscheidungen der Siegermächte und dem konkreten Erleben der Konsequenzen sichtbar. Bekannten historischen Persönlichkeiten wie Churchill, Stalin und Truman stehen die Schicksale vieler „Namenloser“ der Geschichte (Atombombenopfer, Vertriebene, Kollaborateure etc.), vertreten durch zum Teil bewegende Exponate, gegenüber. Diese mehrschichtigen Perspektiven ermöglichen einen detaillierten Einblick in die weitreichenden Folgen des historischen Ereignisses der Potsdamer Konferenz.

Ein weiterer Aspekt der Ausstellung ist die Rolle des Schlosses Cecilienhof als Schauplatz der Konferenz. Die wechselvolle Geschichte des 1918 vollendeten letzten Schlossbaus der Hohenzollern gipfelte in der Funktion der ehemaligen kronprinzlichen Residenz als Austragungsort der Verhandlungen mit bis heute sichtbaren Spuren. So wurden anlässlich der Konferenz die Haupträume neu möbliert und der Rote Stern im Ehrenhof des Schlosses angelegt. Auch die von 1961 bis 1989 unweit des Gebäudes gelegenen Grenzanlagen sind eine indirekte Folge der Verhandlungen von 1945 und damit Teil der Geschichte des Schlosses.

Vier große Themenbereiche werden die inhaltlichen Schwerpunkte bilden:
Berliner Konferenz – Potsdamer Konferenz: Die „Großen Drei“
Auf der Tagesordnung: Die Neuordnung Europas
Außer Protokoll: Asien und Mittlerer Osten
Zeitenwende: Die Welt nach 1945

Aussagekräftige Exponate in Verbindung mit multimedialen Elementen sollen eine lebendige und anschauliche Atmosphäre vermitteln und die Besucherinnen und Besucher auf eine Zeitreise ins Jahr 1945 mitnehmen. Neben den historischen Schlossräumen mit der Konferenzhalle und den Arbeitszimmern der drei Delegationsleiter wird erstmals auch die berühmte Gartenterrasse als Ort der Presseaufnahmen der „Großen Drei“ in den Korbsesseln in den Ausstellungsbereich mit einbezogen. Da ein Großteil der Sonderausstellung im früheren Küchenbereich des ehemaligen Hotels stattfinden wird, waren zahlreiche Um- und Einbauten, Durchbrüche und auch die technische Erschließung dieses Bereichs nötig.

Mithilfe von Leihgaben internationaler Partner (z. B. Museum des Sieges, Russland; Hiroshima Peace Memorial Museum, Japan; National Trust – Chartwell, Großbritannien) möchte die SPSG ein anschauliches und vielschichtiges Bild des Konferenzablaufs, der Beschlüsse, aber auch der Folgen präsentieren. Auch in der Vermittlung geht die SPSG neue Wege: So wird mit der Eröffnung der Sonderausstellung ein Multimediaguide im Schloss Cecilienhof eingeführt, der eine individuelle Besichtigung durch audiovisuelle Angebote und Augmented Reality unterstützt.

FÖRDERER UND UNTERSTÜTZER
Die Ausstellung kann nur dank großzügiger Unterstützung realisiert werden. Zu den Förderern zählen die Beauftragte der Bundesregierung für Kultur und Medien (BKM), die das Projekt aus Mitteln des Förderprogramms „Invest Ost“ unterstützt, sowie das Ministerium für Wissenschaft, Forschung und Kultur des Landes Brandenburg (MWFK). Gemeinsam unterstützen die Ostdeutsche Sparkassenstiftung und die Mittelbrandenburgische Sparkasse die Ausstellung und ermöglichen u. a. die Realisierung des zur Ausstellung erscheinenden Begleitbandes. Die SPSG bedankt sich ausdrücklich für die unverzichtbare Unterstützung bei allen Ausstellungsförderern.

Als Kooperationspartner konnte die SPSG u. a. die Universität Potsdam und die Churchill Archives Cambridge, Großbritannien, gewinnen. Zudem besteht eine Zusammenarbeit mit Kulturland Brandenburg e. V. und dessen Themenjahr „Krieg & Frieden“ in 2020. Die Ausstellung wird von einem Veranstaltungsprogramm mit Vorträgen, Diskussionen und Konzerten sowie begleitet.

Zur Ausstellung erscheint beim Sandstein-Verlag eine Begleitpublikation in Deutsch und Englisch.

EINTRITT UND ÖFFNUNGSZEITEN
14 Euro / ermäßigt 10 Euro – Vorverkauf unter https://tickets.spsg.de
Öffnungszeit: Di – So, 10–17.30 Uhr, letzter Einlass 16.45 Uhr

Vorgaben zum Gesundheitsschutz
Für den Besuch aller geöffneten Einrichtungen der SPSG gelten die behördlichen Vorgaben zum Gesundheitsschutz (SARS-CoV-2-Eindämmungsverordnung). Durch entsprechende Beschilderungen und Markierungen sowie durch das Personal wird vor Ort auf die Einhaltung der Hygiene- und Abstandsregelungen hingewiesen. Festgelegt ist zudem die maximale Anzahl der Personen, die sich gleichzeitig in den Räumen aufhalten dürfen, um den vorgeschriebenen Mindestabstand nicht zu unterschreiten. Das Tragen eines Mund-Nasen-Schutzes (Maske o. ä.) ist Pflicht. Um sowohl Besucherinnen und Besucher als auch Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter wirkungsvoll vor der Ansteckung mit dem Coronavirus zu schützen, werden zunächst bis zum 31. August 2020 alle in Innenräumen geplanten Veranstaltungen abgesagt und weder Gruppenführungen noch Führungen für Einzelbesucherinnen und -besucher angeboten. Bitte beachten Sie auch fortlaufend die Hinweise auf der Website www.spsg.de.

Weitere Informationen:
www.potsdam-konferenz.de
www.reiseland-brandenburg.de  

Die TMB Tourismus-Marketing Brandenburg GmbH wurde 1998 gegründet. Als Destination-Management-Organisation ist die TMB für die langfristige und nachhaltige Positionierung sowie Entwicklung und Vermarktung der touristischen Angebote im Land Brandenburg verantwortlich. Hierzu zählt insbesondere die Markenführung der touristischen Marke Brandenburg und der damit verbundene Markenprozess. Die Gesellschafter der TMB sind das Land Brandenburg (59 Prozent), die Vereinigung Brandenburgischer Körperschaften zur Förderung der Brandenburgischen Tourismuswirtschaft GbR (36 Prozent) und die Berlin Tourismus & Kongress GmbH (visitBerlin) (5 Prozent).

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