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Eine stiliserte Jakobsmuschel weist den Wanderern den Weg. Foto: TMB-Fotoarchiv Matthias Schäfer.
Eine stiliserte Jakobsmuschel weist den Wanderern den Weg. Foto: TMB-Fotoarchiv Matthias Schäfer.

Pressemitteilung -

Immer der Muschel nach

Immer der Muschel nach

Pilgern kann man auch im Land Brandenburg und in Bad Wilsnack in der Prignitz gibt es sogar einen berühmten Wallfahrtsort

„Ich bin dann mal weg“, so heißt der Bestseller des Komikers und Schauspielers Hape Kerkeling. In dem Buch beschreibt er die Erlebnisse seiner Pilgerreise nach Santiago de Compostela im Jahr 2001. Ganz so weit weg müssen Pilgerfreunde jedoch nicht reisen, um zu sich selbst zu finden und zur Ruhe zu kommen. Das geht auch in Brandenburg auf zahlreichen Wanderwegen. Hier eine kleine Auswahl.

Über den Jakobsweg durch das Barnimer Land und die Uckermark: 
Der Pilgerweg schlechthin ist der Jakobsweg nach Santiago de Compostela. Viele Zubringerwege führen dorthin. Und wer es Hape Kerkeling nachmachen möchte, muss nicht erst bis nach Südfrankreich nahe der spanischen Grenze reisen – was in Pandemie-Zeiten ohnehin nicht zu empfehlen ist. Warum nicht mal schon in Brandenburg beginnen? Hier gibt es seit kurzem zwei neue Teilstücke des Jakobsweges. Vom polnischen Szczecin (Stettin) kommend führt die Route in der Uckermark von Mescherin in Richtung Angermünde weitestgehend über den Märkische Landweg. Ebenso in Eberswalde im Barnimer Land findet man inzwischen das typische Wegelogo mit der gelben Jakobsmuschel. Man muss ja nicht gleich die gesamte Strecke bis zum Ziel in Spanien laufen, was rund 2.500 Kilometer sind. Los pilgern kann man ebenso im Park am Weidendamm, wo die Markierung an Laternenmasten nun zu sehen ist. Alle 250 bis 400 Meter zeigt die Muschelspitze von dort an, in welche Richtung es weiter geht. Dieser Abschnitt des Jakobsweges zwischen Stettin und Berlin ist ein 40 Kilometer langes Teilstück durch das Barnimer Land von Eberswalde Richtung Bernau. Wer sich vor dem Start Tour noch ein wenig stärken möchte, kann sich bei Bäcker Björn Wiese in Eberswalde mit seinem Pilgerbrot für unterwegs eindecken. Auch das Café am Weidendamm hat sich auf Pilgerinnen und Pilger eingestellt und bietet auf seiner Speisekarte eine Pilgerstulle an. www.brandenburger-jakobswege.de, genauer Wegeverlauf unter: https://www.google.com/maps/d/viewer?mid=1Fvry8443K99fX7j9mr6xf0Ae52I8XX39&ll=52.69759204974848%2C13.630560785409314&z=13

Wallfahrtsort Wunderblutkirche Bad Wilsnack: 
Wilsnack war schon im Mittelalter ein wichtiger Wallfahrtsort. Aus ganz Europa strömten von 1383 bis 1552 die Pilger zu den Bluthostien, die in der Wilsnacker Wunderblutkirche aufbewahrt wurden. Hintergrund ist ein Feuer im Sommer 1383, als der Ort komplett niedergebrannt wurde. In der Kirche fand man darauffolgend drei unversehrte Hostien, die Blutflecken aufwiesen. Für die Menschen ein göttliches Zeichen, das den Ort für mehr als 100 Jahre zu einem der bedeutendsten Wallfahrtsorte in Mitteleuropa werden ließen. Auch heute ist der Kurort wieder ein Pilgerziel und wird jährlich von hunderten Pilgerinnen und Pilgern angesteuert, die über den Pilgerweg Berlin – Bad Wilsnack kommen. Die Havelberger Bischöfe gaben der 108 Kilometer langen Bischofstour ihren Namen. Ausgangspunkt der Tour ist die alte Bischofsstadt Wittstock mit ihrer fast vollständig geschlossenen Stadtmauer aus Backsteinen um den historischen Stadtkern. Ziel ist der Ort Havelberg, der schon in Sachsen-Anhalt liegt. www.bischofstour.de, www.wegenachwilsnack.de

Von Heiligengrabe auf den Annenpfad: 
Von ebenso großer Bedeutung ist das Stift zum Heiligengrabe, an dem die Pilgertour auf dem Annenpfad startet. Die Anlage ist heute die einzige fast vollständig erhaltene Zisterzienserinnen-Anlage. Das Stift zum Heiligengrabe wurde an einem einstigen Richtplatz errichtet und brachte es so nach und nach zu einer Wallfahrtsstätte. Angeblich wurden dort Kranke gesund und Sünder erhielten Ablass. Um möglichst viele Pilger nach Heiligengrabe zu locken, entschloss man sich, an die Stelle eines bescheidenen Vorgängerbaus eine prachtvolle Kapelle für die Pilger zu setzen: Die 1512 geweihte Heiliggrabkapelle ist bis heute das Schmuckstück der Klosteranlage. www.klosterstift-heiligengrabe.de
Dort beginnt außerdem der Annenpfad. Für alle, die mal einen Perspektivwechsel nötig haben und mehr als nur ihren Schreibtisch sehen wollen, sollten diese Tour machen. Von hier aus läuft man durch die Weite der Prignitz und hat genug Zeit, den eigenen Gedanken nachzuhängen. Nichts lenkt ab. Der Annenpfad verbindet die Wallfahrtskirchen in Heiligengrabe und Alt Krüssow mit der Dorfkirche in Bölzke. 2011 wurde er eingeweiht und erinnert mit seinem Namen an die heilige Anna. Sie war im Spätmittelalter eine der meistverehrten Frauen. Der Legende nach ist sie die Großmutter Jesu. www.dieprignitz.de

Pilgern im Ruppiner Seenland:
Von Himmelpfort bis Zehdenick führt das zweite Teilstück des Brandenburgischen Klosterwegs. Der Pilgerweg verbindet ehemalige Zisterzienserklöster im Ruppiner Seenland. Hellbraune Schilder mit einer weißen, fünfteiligen Muschel hängen auf dem ehemaligen Klostergelände am Himmelpforter Haussee. Von hier führt der 36 Kilometer lange Brandenburger Klosterweg bis zum ehemaligen Nonnenkloster Zehdenick. Mitte September dieses Jahres wurde das zweite Teilstück eröffnet, bis Ende Oktober wurden 100 Muschel-Wegweiser auf der Strecke bis Zehdenick angebracht. 2021 wird der Weg dann die gesamte Strecke auf rund 100 Kilometern weniger bekannte Kloster-Standorte miteinander verbinden. www.kirchenkreis-oberes-havelland.de/start/kirchengemeinden/gemeinden/himmelpfort/klosterweg

Corona-Hinweis:
Bitte beachten Sie bei der Ausflugs- und Reiseplanung die jeweils geltenden Corona-Regeln im Start- und Zielgebiet.

Weitere Informationen: 
www.reiseland-brandenburg.de/wandern
www.reiseland-brandenburg.de/unplugged
www.reiseland-brandenburg.de/erlebnisberichte/prignitz/pilgern-light-in-der-prignitz

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Birgit Kunkel

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Patrick Kastner

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