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»KRIEG und FRIEDEN. 1945 und die Folgen in Brandenburg«

Pressemitteilung   •   Feb 27, 2020 15:58 CET

Eröffnungssitzung der Potsdamer Konferenz am 17. Juli 1945. Foto: United States Army Signal Corps. © Harry S. Truman Library & Museum.

Das Themenjahr 2020 von Kulturland Brandenburg
»KRIEG und FRIEDEN. 1945 und die Folgen in Brandenburg«

2020 nimmt Kulturland Brandenburg die zeithistorische Phase von 1945 bis heute in den Blick und fragt nach den individuellen Erinnerungen und Erfahrungen der Brandenburger*innen.

Kulturland Brandenburg folgt damit der Initiative der Stiftung Preußische Schlösser und Gärten Berlin-Brandenburg, die mit dem Ausstellungsprojekt »Potsdamer Konferenz 1945 – die Neuordnung der Welt« im Schloss Cecilienhof die bis heute spürbaren Auswirkungen der aus der Potsdamer Konferenz resultierenden Nachkriegsordnung vermittelt.

Am 8. Mai 1945 endete der Zweite Weltkrieg in Brandenburg, Deutschland und Europa. Dieser Tag hat sich tief in das kollektive Gedächtnis des Landes eingegraben. 75 Jahre später scheint die Botschaft, die von diesem historischen Tag ausgeht, zu verblassen. Das »Nie wieder!«, das zum Leitgedanken unserer Demokratie in Deutschland wurde, wird mehr und mehr in Frage gestellt.

Lebendige Auseinandersetzung mit der Vergangenheit
Kulturland Brandenburg lädt alle Brandenburger*innen und ihre Gäste ein, das kulturelle Erbe und die kulturelle Vielfalt des Landes, aber auch die Zäsuren und Brüche kennenzulernen. Die lebendige Auseinandersetzung mit der Vergangenheit ist der Grundpfeiler einer demokratischen Gegenwart und Zukunft. Welche Erinnerungskultur wollen wir pflegen? Welche Erinnerungen können wir erhalten, wenn die letzten Augenzeugen ihre Erfahrung nicht mehr teilen können? Was wollen wir der jungen Generation mit auf dem Weg geben?

Über 40 Projektpartner künstlerische und kulturelle Projekte im gesamten Bundesland an den Schnittstellen zu Wissenschaft, Tourismus und kultureller Bildung. Sie widmen sich den individuellen Lebensschicksalen, den Hinterlassenschaften des Krieges und dem, durch die politische Neuordnung bedingten, gesellschaftlichen Wandel in der brandenburgischen Geschichte.

Die Eröffnung des Themenjahres
Das Themenjahr wird am 23. April 2020 um 13 Uhr in Tröbitz im Landkreis Elbe-Elster eröffnet. »Kulturland Brandenburg« erinnert an die Befreiung des »Verlorenen Transports« in Tröbitz. Am 23. April 1945 stießen Soldaten der Roten Armee in einem Wald nahe des Bergarbeiterdorfes auf einen Häftlingstransport aus dem Konzentrationslager Bergen-Belsen. Eingepfercht in 45 Viehwaggons fanden sie etwa 2.400 Männer, Frauen und Kinder, die mehr als zwölf Tage lang unter den katastrophalen Bedingungen des Transports gelitten hatten. Auf Befehl der Roten Armee hatten die umliegenden Dörfer eilig Unterkünfte und genügend Verpflegung bereitzustellen. Doch das Engagement der Tröbitzer*innen ging über das Befohlene weit hinaus und steht als ein erster Moment der »Hinwendung zur Menschlichkeit« am Ende der Shoa. »Kulturland Brandenburg« würdigt das unermüdliche und anhaltende Engagement der jüdischen Überlebenden und der Tröbitzer*innen zur Wahrung der Erinnerung.

Ausführliche Informationen zum Programm finden Sie unter
www.kulturland-brandenburg.de

Facebook | @kulturland.brandenburg
Instagram | @kulturland_brandenburg

Die Programm-Highlights des Themenjahres

Krieg,Befreiung, Freundschaft
Das Kunstarchiv Beeskow zeigt eine Auswahl von Gemälden und Grafiken, die sich mit den Themen »Krieg, Befreiung, Freundschaft« befassen. Diese drei Themen besaßen eine zentrale Bedeutung für das künstlerische Schaffen in der DDR. Im Fokus der Ausstellung stehen Arbeiten, die sichjenseits enger ideologischer Leitbilder einer kritischen Perspektive auf die deutsche Geschichte verpflichtet fühlten und deshalb noch heute zur Reflexion anregen.Eröffnung 29. März 2020, 14 Uhr | Laufzeit 31. März — 19. Juli 2020
Ort Dokumentationszentrum Alltagskultur der DDR, Erich-Weinert-Allee 3, 15890 Eisenhüttenstadt
Web www.alltagskultur-ddr.de

Krieg und Frieden in Brandenburg – Frankfurt (Oder) 1945
Frankfurt (Oder) wurde 1945 zum Umschlagplatz für Millionen von Menschen aus ganz Europa. Nach ihrer Zweiteilung musste sich die Stadt neu erfinden: In ihrer Bausubstanz, als Grenzstadt sowie als Wirtschaftsstandort. Das Museum Viadrina beleuchtet ab 28. April den Wandel der ehemaligen Hauptstadt Ostbrandenburgs, eine Veranstaltungsreihe erinnert an die Geschichte und die Folgen von Flucht, Vertreibung und Repatriierung aus deutschpolnischer Perspektive ab dem 5. Mai. Am 6. Juni rückt das Theater »Das Letzte Kleinod« das Schicksal deutscher Kriegsheimkehrer aus sowjetischen Strafgefangenenlagern in den Fokus des Eisenbahntheaters »Komme Bald!«.
Eröffnung 26. April 2020, 05. Mai 2020, 06. Juni 2020
Webwww.museum-viadrina.de | www.das-letzte-kleinod.de

Wie im Bilderbuch – Die Nachkriegszeit im Kinderbuch
Die Buch-Sammlung »Thiedig Berlin« zeigt, wie die Kinderliteratur der Realität der Nachkriegszeit begegnete. Beiträge von Zeitzeug*innen geben Einblick in den Kinderalltag der heutigen Großelterngeneration und laden zum Vergleich der darin gespiegelten Realität mit der der Kinderbücher ein.
Eröffnung 7. Juni 2020, 12 Uhr | Laufzeit 10. Juni — 31. Dezember 2020
Ort Kinderbuchmuseum im Havelland, Schulweg 2, 14728 Kleßen-Görne
Web www.kinderbuchmuseum-havelland.de

Sacrow – Das verwundete Paradies»
Jedes Paradies trägt auch eine Hölle in sich« berichtete ein Zeitzeuge über Sacrow bei Potsdam. Denn die heutige paradiesgleiche Idylle am Wasser lässt die geschichtlichen Wunden kaum erkennen. Eine multimediale Ausstellung erzählt ab 8. August im Schloss Sacrow vom »Dahinter«, u.a. durch den Grenzstreifen zur DDR-Zeit.
Eröffnung 7. August 2020, 18 Uhr | Laufzeit 8. August — 9. November 2020
Ort Schloss Sacrow, Krampnitzer Straße 33, 14469 Potsdam OT Sacrow
Web www.ars-sacrow.de

Neue Heimat – Gemeinsam trennende Deutsch-Polnische Geschichten
Die Reihe »Neue Heimat?!« des FilmFestival Cottbus behandelt nicht nur Vertreibungserfahrungen der letzten Kriegsmonate und nach Kriegsende, sondern auch grenzübergreifende Neuansiedlungserfahrungen in Brandenburg und im Lebuser Land.
Eröffnung 3. November 2020, 19 Uh
Ort Das 30. FilmFestival Cottbus findet vom 4. — 8. November 2020 in diversen Spielstätten in Cottbus statt.Web www.filmfestivalcottbus.de

Kulturland Brandenburg wird gefördert durch das Ministerium für Wissenschaft, Forschung und Kultur sowie durch das Ministerium für Infrastruktur und Landesplanung des Landes Brandenburg. Mit freundlicher Unterstützung der brandenburgischen Sparkassen und der Investitionsbank des Landes Brandenburg.

Medienpartner: Kulturradio rbb, Antenne Brandenburg, Punkt3
Touristischer Partner: Tourismus-Marketing Brandenburg GmbH

Die TMB Tourismus-Marketing Brandenburg GmbH wurde 1998 gegründet. Als Destination-Management-Organisation ist die TMB für die langfristige und nachhaltige Positionierung sowie Entwicklung und Vermarktung der touristischen Angebote im Land Brandenburg verantwortlich. Hierzu zählt insbesondere die Markenführung der touristischen Marke Brandenburg und der damit verbundene Markenprozess. Die Gesellschafter der TMB sind das Land Brandenburg (59 Prozent), die Vereinigung Brandenburgischer Körperschaften zur Förderung der Brandenburgischen Tourismuswirtschaft GbR (36 Prozent) und die Berlin Tourismus & Kongress GmbH (visitBerlin) (5 Prozent).

TMB Tourismus-Marketing Brandenburg GmbH,  Am Neuen Markt 1 – Kabinetthaus, 14467 Potsdam

Telefon: +49 (0)331 29873-0 | Telefax: +49 (0)331 29873-73
service@reiseland-brandenburg.de | www.reiseland-brandenburg.de

Amtsgericht Potsdam HRB 11403 | Ust-IdNr. DE194533636 Vorsitzender des Aufsichtsrates: Staatssekretär Hendrik Fischer | Geschäftsführer: Dieter Hütte

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