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Die Wiege des Rundfunks liegt in Brandenburg

Pressemitteilung   •   Jan 07, 2020 12:03 CET

Am 22. Dezember 1920 gab es von Königs Wusterhausen aus die erste Radiosendung in Deutschland. Foto: Christian Bartels.

Die Wiege des Rundfunks liegt in Brandenburg
Königs Wusterhausen feiert das ganze Jahr 100 Jahre Radio in Deutschland

Die drahtlose Übertragung von Nachrichten und Musik ist heute allgegenwärtig – ob unterwegs oder zu Hause. Begonnen hatte es mit dieser Technologie vor 100 Jahren mit der ersten Übertragung eines Weihnachtskonzerts vom legendären Funkerberg in Königs Wusterhausen in Brandenburg.

Er misst gerade einmal 65 Meter und ist damit nicht wirklich ein Berg, sondern eher ein Hügel. Doch in einer weitgehend flachen Region wie Brandenburg macht eine solche Erhebung wie der Funkerberg schon was her. Und trotz seiner geringen Höhe ist er von fast überall rund um Königs Wusterhausen gut zu erkennen: Es ist der 210 Meter hohe Antennenmast. Dabei handelt es sich nur noch um ein Relikt eines ganzen „Antennenwaldes“, der einst auf dem etwa 130 Hektar großen Gelände gestanden hatte.

Dort oben wurde am 22. Dezember 1920 Geschichte geschrieben. An diesem Tag gab es von Königs Wusterhausen aus die erste Radiosendung in Deutschland. Mit der Live-Übertragung eines Weihnachtskonzertes mit Instrumentalmusik begann dort das Rundfunkzeitalter. „Hallo, hallo – hier Königs Wusterhausen auf Welle 2700“ – so lauteten die Worte der ersten Rundfunksendung aus Deutschland. Um zwei Uhr nachmittags ging der Sender damals in Betrieb. Zuvor hatten Techniker der Reichspost im Frühjahr des selben Jahres in monatelangen Versuchen im Senderhaus 1 mit einem selbstgebauten Lichtbogensender experimentiert, um damit Sprache und Musik zu übertragen.

Rundfunk von einst zum AnfassenAufgezeichnet werden konnte seinerzeit noch nichts. Doch erhalten geblieben ist im jetzigen Sender- und Funktechnikmuseum ein Modell von dieser Sendeanlage. Im Jubiläumsjahr wird das Ereignis „100 Jahre Rundfunk“ mit zahlreichen Veranstaltungen dort erlebbar gemacht. So demonstriert der museumseigene Sender „welle370“ monatlich Mittelwellenrundfunk. Weitere Höhepunkte sind der „Internationale Tag des Rundfunks“, der am 9. Februar 2020 begangen wird. Besucherinnen und Besucher werden hören können, wie Rundfunk vor 100 Jahren geklungen hat. Mit Hilfe eines von Mitgliedern des Fördervereins „Sender Königs Wusterhausen“ gebauten Modells wird die Funktion eines Lichtbogensenders erläutert und anschließend praktisch vorgeführt.

Am 7. März 2020 steht eine Buchpremiere auf dem Programm. Der Autor Rainer Suckow erzählt in 50 unterhaltsamen Geschichten von prägenden Menschen, Ereignissen und Orten der Hörfunkgeschichte. Und am 7. Juni 2020 werden die Ergebnisse des Audioprojekts „Wie klingt Königs Wusterhausen“ vorgestellt. Das Ergebnis wird – natürlich im Rundfunk veröffentlicht. Im Vorfeld der Aktion sind alle Interessierten aufgerufen, akustische Eindrücke der Rundfunkstadt einzufangen.Dieser Klang kann ein einmaliges Geräusch, ein wiederkehrender Klang oder ein besonderer Ton sein, mit dem Königs Wusterhausen in Verbindung steht. All diese Geräusche, Klänge und Töne werden zu einer Geschichte zusammengefasst und anschließend in neun Episoden erzählt.

Wer sich vor Ort ein Bild über das Thema Rundfunk machen möchte, kann das Sender- und Funktechnikmuseum besuchen. Für Liebhaber alter Maschinen ist dort eine Besonderheit zu besichtigen: ein funktionstüchtiger 1.000-PS-Dieselmotor der Firma Deutz, der letzte seiner Art weltweit. Er diente zum Antrieb eines 6-Kilovolt-Generators zur Stromerzeugung für die Sendeanlagen. Außerdem erwartet Besucherinnen und Besucher eine Nachbildung der kompletten Antennenanlage des Funkerberges im Maßstab 1:300.Auf dem Funkerberg befindet sich außerdem eine Sammlung vollständig erhaltener Rundfunksender.

Das Museum hat Dienstag, Donnerstag, Samstag und Sonntag jeweils von 13 bis 17 Uhr geöffnet. Ab 5 Personen sind Führungen nach Anmeldung und auch außerhalb der Öffnungszeiten möglich. Anmeldung per Telefon: 03375. 293601 oder E-Mail: verein@funkerberg.de, http://museum.funkerberg.de

Doch Königs Wusterhausen steht – wie der Name schon zeigt – ebenso für König Friedrich Wilhelm I., der sich hier in seinem Schloss sowie beim Durchstreifen durch sein ehemaliges Jagdrevier entspannte. Was der König einst zu schätzen wusste, hat sich bis heute erhalten. Schließlich ist die Stadt vom gewässer- und waldreichen Dahme-Seengebiet umgeben, was die Region in der warmen Jahreszeit zu einem besonders attraktiven Ausflugsziel macht.

Weitere Informationen zu „100 Jahre Rundfunk“ und Königs Wusterhausen unter:
https://100jahrerundfunk.dehttps://wie-klingt-kw.dehttps://www.reiseland-brandenburg.de/orte-regionen/top-orte/koenigs-wusterhausen

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