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Die Tourismusbranche in der Corona-Pandemie

Pressemitteilung   •   Mär 17, 2021 14:04 CET

Die Tourismusbranche in der Corona-Pandemie
Tourismusorganisationen und Branchenverbände geben im Landtag Auskunft über aktuelle Lage der Tourismusbranche in der Corona-Pandemie

Bei einem Fachgespräch des Wirtschaftsausschusses des Landtags Brandenburg haben Vertreter der Brandenburgischen Tourismuswirtschaft am heutigen Mittwoch über die aktuelle Situation der Branche in der Corona-Pandemie berichtet. Dabei standen insbesondere drei Aspekte im Vordergrund: Eine allgemeine Einschätzung der aktuellen und zukünftigen Situation der Unternehmen, eine Beurteilung von Förderinstrumenten und Hilfsprogrammen des Landes Brandenburg und die Beurteilung der Hygienemaßnahmen im Rahmen der Corona-Verordnungen des Landes Brandenburg im Hinblick auf ihre Handhabbarkeit und Umsetzbarkeit.

Zum Fachgespräch des Ausschusses eingeladen waren die TMB Tourismus-Marketing Brandenburg GmbH, der Landestourismusverband Brandenburg e.V. (LTV), der Deutsche Hotel- und Gaststättenverband Brandenburg (DEHOGA), die IHK Potsdam (für die Arbeitsgemeinschaft der IHKn in Brandenburg), der Bundesverband der Campingwirtschaft in Deutschland Land Brandenburg e.V. (BVCD), der Landesverband KiEZ Brandenburg e.V. sowie Pro Agro e.V.

In Vorbereitung auf die Sitzung hatten die Institution gemeinsam Anbieterinnen und Anbieter mittels einer Branchenumfrage um eine Einschätzung ihrer aktuellen Lage gebeten, die durch den seit nunmehr knapp vier Monaten andauernden Lockdown geprägt wird. Nur drei Tage nach Start der Umfrage haben sich bereits fast 1.500 Teilnehmerinnen und Teilnehmer daran beteiligt. Die Ergebnisse sind in das Fachgespräch eingeflossen.

TMB-Geschäftsführer Dieter Hütte: „Die Unternehmen müssen durch die Krise begleitet werden und es muss auch nach dieser Zeit wieder ein attraktives Angebot vorhanden sein. Die jüngste Branchenumfrage zeigt, dass die Branche, die unverschuldet in die Krise geraten ist, weiter auf öffentliche Unterstützung angewiesen ist und dies auch künftig sein wird, da die Ersparnisse und Rücklagen stark angegriffen oder aufgebraucht wurden. Sie fehlen nun für dringend benötigte (Re-)Investionen in Sicherheit, Angebotsverbesserungen und Mitarbeiter/innen!“

LTV-Geschäftsführer Markus Aspetzberger: „Wir brauchen eine Perspektive für den Tourismus in Brandenburg – vor allem auch für die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter. Wenn laut Umfrage in jedem dritten Betrieb bereits jetzt Fachkräfte gehen und die Branche wechseln, verschärft das die ohnehin schwierige Lage auf Jahre hinaus. Dem müssen wir jetzt gemeinsam entgegenwirken.“

„Als gemeinnützige Einrichtungen dürfen wir keine Gewinne erzielen und haben keine Rücklagen. Nun können wir zwar Überbrückungshilfen beantragen, jedoch verzögert sich die Auszahlung. Das heißt, wir müssen erst vorfinanzieren, da die Mittel in den Fördermonaten verbraucht werden müssen. Das ist ein „Teufelskreis. Ebenso problematisch ist der wachsende Sanierungsstau – hier decken die Fördermittel nur die nötigsten Reparaturen ab“, so Joachim Schneider, vom Landesverband der Kinder- und Jugenderholungszentren KiEZ in Brandenburg.

Der Präsident des DEHOGA Brandenburg e.V., Olaf Schöpe: „Der Endlos-Lockdown ist keine Lösung für das Gastgewerbe – nicht für die Unternehmer, nicht für die Beschäftigten. Die aktuelle Situation beweist: Das Prinzip ,Hotels zu, Mobilität runter, Infektionen eingedämmt´ funktioniert nicht. Nur eine zügige Umsetzung der Impfstrategie gibt unserer Branche eine Zukunft!“

„Für die Branche wird ein funktionierender Härtefallfonds unerlässlich sein. Vor allem ist hier Geschwindigkeit gefragt. Insbesondere „Mischbetriebe“, die bisher durchs Raster gefallen sind, benötigen die finanziellen Hilfen sofort,“ so Uwe Seibt von der IHK Potsdam als Federführer Tourismus der LAG der Industrie- und Handelskammern des Landes Brandenburg.

„Bislang wurde die Pandemie nahezu ausschließlich aus Sicht des Gesundheitsschutzes betrachtet, was auch zielführend und notwendig war und von uns in vollem Maße unterstützt wird. Aber die soziale Komponente wurde überwiegend vernachlässigt. Es ist Zeit umzudenken. Wir müssen von der Akutbekämpfung, mit immer wiederkehrenden Einschränkungen, zu einer Langzeitstrategie wechseln. Die Branche braucht dringend Perspektiven,“ so Jörg Klofski, Vizepräsident des Bundesverband der Campingwirtschaft in Deutschland Land Brandenburg e.V.

„Wir hoffen auf eine schnellstmögliche Wiedereröffnung der touristischen Vermietung, auch zur Stärkung des ländlichen Raumes. Die Ferienhöfe und Anbieter von Ferienwohnungen und -häusern auf dem Land sind prädestiniert, „Social Distancing“ zu bieten. In Anbetracht der hohen Betroffenheit der gesamten Branche und der noch nicht absehbaren Entwicklungen in den kommenden Wochen erwarten wir ein schlagkräftiges und zielführendes Recovery-Programm,“ so pro agro Geschäftsführer Kai Rückewold.

Tourismusbilanz 2020: Rückfall auf Niveau des Jahres 2008
Das Amt für Statistik Berlin-Brandenburg hatte am 1. März 2021 die Tourismus-Statistik für das Jahr 2020 veröffentlicht. Demnach sind die Übernachtungen von 13,9 Millionen im Jahr 2019 auf 10,1 Millionen zurückgegangen und damit auf das Niveau des Jahres 2008 gesunken. Eine Ausnahme bildete die Campingbranche, die mit 1,5, Millionen Übernachtungen ihr bisher bestes Jahr verzeichnete.

Hintergrundinformationen und aktuelle Daten zum Tourismus in der Corona-Pandemie finden Sie auch unter
www.tourismusnetzwerk-brandenburg.de

Die TMB Tourismus-Marketing Brandenburg GmbH wurde 1998 gegründet. Als Destination-Management-Organisation ist die TMB für die langfristige und nachhaltige Positionierung sowie Entwicklung und Vermarktung der touristischen Angebote im Land Brandenburg verantwortlich. Hierzu zählt insbesondere die Markenführung der touristischen Marke Brandenburg und der damit verbundene Markenprozess. Die Gesellschafter der TMB sind das Land Brandenburg (59 Prozent), die Vereinigung Brandenburgischer Körperschaften zur Förderung der Brandenburgischen Tourismuswirtschaft GbR (36 Prozent) und die Berlin Tourismus & Kongress GmbH (visitBerlin) (5 Prozent).

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