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Auf Fontanes Spuren

Pressemitteilung   •   Apr 16, 2018 10:43 CEST

Neuruppin ist die Geburtsstadt Theodor Fontanes (TMB-Fotoarchiv/Frank Liebke)

Kaum ein anderer Schriftsteller ist so eng mit Brandenburg verbunden wie Theodor Fontane. Geboren in Neuruppin, rund 70 Kilometer vor den Toren Berlins, arbeitete Fontane nach Tätigkeiten in London als Reiseschriftsteller. „Wenn du Reisen willst, mußt du die Geschichte dieses Landes kennen und lieben“, lautete sein Credo. Und so hat er es dann auch mit seiner Heimat gehalten. In seinen „Wanderungen durch die Mark Brandenburg“ beschreibt er die Landschaften, die Orte und die Menschen, denen er begegnet. Am 30. Dezember 2019 hätte Fontane seinen 200. Geburtstag gefeiert. Nicht nur für Literaturfans lohnt es sich, auf den Spuren Fontanes durch Brandenburg zu reisen. Insbesondere Fontanes Heimatregion – das heutige Ruppiner Seenland sowie das Havelland kann man auf diese Weise entdecken.

Neuruppin ist für Kulturliebhaber ein ganz besonderer Ort. Mit Theodor Fontane und Karl-Friedrich Schinkel sind gleich zwei bedeutende Persönlichkeiten in der ehemaligen preußischen Garnisonsstadt geboren. Die klassizistische Architektur im historischen Stadtkern und die reizvolle Lage am Ruppiner See, machen die Stadt zudem sehenswert. Einblicke in die Geschichte der Stadt bietet darüber hinaus das Museum Neuruppin. Da die erste Schausammlung bereits zu Fontanes Zeiten bestand, hat sich der berühmte Sohn der Stadt in seinem literarischen Werk damit auseinandergesetzt. Im Museum kann man dies an 20 Tonstationen „nachhören“. Ein bedeutender Schatz des Museums sind außerdem die rund 22.000 Motive des Neuruppiner Bilderbogens, ein Vorläufer der heutigen Zeitschriften und Illustrierten, aus dem frühen 19. Jahrhundert, die Neuruppin rasch in der ganzen Welt bekannt machten. Das Museum Neuruppin präsentiert ab März 2019 mit „fontane.200 / Autor“ die zentrale Ausstellung zum Fontane-Jubiläum. Direkt an das Museum grenzt der Tempelgarten mit dem Apollo-Tempel. Er geht auf den jungen Kronprinzen Friedrich zurück, der mit dem exotischen Park sein erstes Gartenkunstwerk schuf, bevor die Parks in Rheinsberg und Sanssouci entstanden.

Rheinsberg im Ruppiner Seenland hatte Fontane natürlich ebenfalls besucht und beschrieben. Im dortigen Schloss verbrachte Friedrich der Große als Kronprinz nach eigenem Bekunden die glücklichsten Tage seines Lebens. Heute werden Schloss und Park alljährlich im Sommer zur Opernkulisse für junge Gesangstars der Kammeroper Schloss Rheinsberg. Das schönste Bild vom Schloss gelingt übrigens vom Wasser aus, denn von dieser Perspektive aus spiegeln sich die charakteristischen Türme des Schmuckstücks besonders schön im Grienericksee.

„Es spiegeln sich in deinem Strome Wahrzeichen, Burgen, Schlösser, Dome“
Der Landschaft und den Orten des Havellandes hat Fontane umfangreiche Texte gewidmet, nicht zuletzt auch das berühmte Gedicht über den Herrn von Ribbeck und seinen Birnen. Seit Generationen gehört es zum Schulstoff und machte damit das kleine Dörfchen und mit ihm das ganze Havelland berühmt. Und das, obwohl Fontane wohl nie selber in Ribbeck gewesen ist. Der berühmte Birnbaum fiel 1911 einem Sturm zum Opfer. Dennoch dreht sich in dem Dorf heute immer noch sehr vieles um die Birne, das berühmte Gedicht und damit auch um Fontane. Ein Teil des alten Baumstamms blieb erhalten und kann in der Kirche besichtigt werden. Das Schloss der Ribbecks ist heute ein Ort der Kultur, in der Alten Schule gibt es ein historisches Klassenzimmer sowie ein Café im ehemaligen Wohnzimmer des Lehrers. Und im alten Waschhaus werden Birnentorten in unzähligen Varianten serviert.

Anders als Ribbeck, hat Fontane die Orte Paretz und Plaue – letzterer ist heute ein Ortsteil von Brandenburg an der Havel – besucht. Der Fischerstadt Plaue, am Westufer der Havel gelegen, widmete er sich besonders ausführlich, weil hier sein Freund Carl Ferdinand Wiesike lebte. Auf die Spuren dieser Freundschaft kann man sich auf dem „Plauer Fontaneweg“ begeben, einem Spazierweg mit 11 Stationen, die Fontanes Wirken in Plaue darstellen.

Besonders gut gefallen hat Fontane ganz offensichtlich auch das Dörfchen Paretz, rund 20 Kilometer von Potsdam entfernt. Es war das Landidyll der berühmten Königin Luise und ihres Mannes, Kronprinz Friedrich Wilhelm III. Gemeinsam mit der Sommerresidenz Schloss Paretz wurde das Dorf als architektonisches Gesamtkunstwerk von dem Architekten David Gilly umgestaltet. Das Schloss beeindruckt seine Besucher noch heute mit seinen kostbaren Möbeln, Gemälden, Grafiken und insbesondere den berühmten Paretzer Papiertapeten, die Fontane ebenfalls sehr ausführlich beschreibt.

Auch der Spreewald fehlt bei Fontane nicht
Gleich nach seiner Rückkehr aus London im Jahr 1859 stattete Fontane dem Spreewald einen Besuch ab, bei dem natürlich auch eine Fahrt im traditionellen Spreewaldkahn nicht fehlen durfte. Lübben, Lübbenau und Burg im Spreewald standen unter anderem auf dem Reiseprogramm, bei dem die einzigartige Naturlandschaft mit ihren Fließen, die sorbisch und wendischen Traditionen sowie die typischen Produkte der Region bewundert und später auch literarisch verarbeitet werden. Im Jahr 2019 wird es daher auch im Spreewald verschiedene Ausstellungen und Fontane-Angebote geben.


Weitere Informationen unter:www.reiseland-brandenburg.de

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