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Auf den Spuren Fontanes im Branitzer Park

Pressemitteilung   •   Apr 17, 2019 13:42 CEST

Faszinierende Form: Eine Pyramide mitten im See im Branitzer Park bei Cottbus (TMB-Fotoarchiv / Matthias Schäfer)

Fasziniert beschreibt Theodor Fontane in seinen Büchern die Vielzahl an Möglichkeiten, die der Spreewald einem Reisenden bietet. Dazu gehören nicht nur Kahnfahrten, sondern auch Gaumenfreuden wie „Hecht in Spreewald-Soße“. Fontane hatte sich in seinem vierten Band „Spreeland“ aus den „Wanderungen durch die Mark Brandenburg“ ebenso mit den Traditionen der im Spreewald lebenden Sorben und Wenden beschäftigt. Sichtbar ist dies noch heute an den zahlreichen zweisprachigen Orts- und Straßenschildern wie beispielsweise in Cottbus.

Cottbus hat eine weitere Besonderheit zu bieten: die Cottbusser Baumkuchen Manufaktur. Dieses traditionelle Gebäck wurde in der Stadt erstmalig im Jahr 1819 in der Vorweihnachtszeit hergestellt. Über einer offenen Flamme wird der Teig Schicht für Schicht auf einer sich drehenden Walze aufgetragen und nach dem Erkalten mit einer Zuckerglasur überzogen, welche mit Zitrone aromatisiert wurde.

Moderne Kunst im alten Elektrizitätswerk

Die Stadt an der Spree zeichnet sich zudem durch beeindruckende Industriearchitektur aus. Dazu zählt das ehemalige Elektrizitätswerk Dieselkraftwerk Cottbus. Lautstark rauscht hier bis heute das Wasser an einer Staustufe in die Tiefe. Ganz gemächlich geht es hingegen auf der gegenüberliegenden Straßenseite zu. Hier zeigt sich die Spree von ihrer ganz romantischen und stillen Seite. Fast geräuschlos fließt der Fluss an den letzten zwei erhaltenen Gerberhäusern vorbei, die in den vergangenen Jahren aufwändig saniert worden sind.

Die Gerberhäuser sowie das alte Kraftwerksareal, in dem sich heute das Brandenburgische Landesmuseum für moderne Kunst befindet, liegen inmitten eines Grüngürtels, der sich von Nord nach Süd über den Eliaspark und Tierpark bis hin zum Branitzer Park zieht. Letztgenannte Gartenanlage hatte einst der berühmte Gartengestalter und Weltenbummler Fürst Hermann von Pückler-Muskau im englischen Stil angelegt. Es ist ein Park, in dem man am liebsten alle Wege gleichzeitig laufen möchte. Fast hinter jeder Biegung vermutet man ein nächstes überraschendes, märchenhaftes oder geheimnisvolles Element. Das liegt auch an den zahlreichen Blickachsen und Fensterblicken, die sich beim Laufen durch den Garten immer wieder öffnen und im nächsten Moment wieder verschließen.

Fürst Hermann von Pückler-Muskau war Unternehmer, Schriftsteller und Lebenskünstler und hat bis zu seinem Tod im Schloss Branitz gelebt. Geblieben ist bis heute neben dem Schloss der weitläufige Park – eine grüne Oase am südöstlichen Stadtrand von Cottbus. Der Branitzer Park ist nur wenige Kilometer vom Spreewald entfernt und zählt heute zu den schönsten Gartenlandschaften Europas.

Eine Pyramide mitten im Wasser

Ein ganz besonderes Highlight ist die grüne Pyramide – mitten in einem See. Es ist eine Form, die man nicht hier, sondern eher in Ägypten erwartet. Doch es gibt sie auch in Brandenburg. Und im Branitzer Park stehen gleich zwei davon – eine an Land und jene im Wasser. An dieser Stelle liegen der Fürst und seine Gemahlin begraben wie an dem Kreuz auf dem Feldstein mit Aufschrift auf einer kleinen vorgelagerten Insel zu erkennen ist.

Wer noch tiefer in die fantastische Welt des Fürsten von Pückler eintauchen möchte, sollte Schloss Branitz besuchen. Im Fontane-Jahr ist dort außerdem die Ausstellung „Am größten und genialsten ist er wohl in seinen Skizzen“ zu sehen, die von der Verbindung zwischem dem großen Romancier und Dichter sowie den romantischen Landschaftsmaler Carl Blechen handelt. Fontane stammt zwar aus Neuruppin und Blechen aus Cottbus – doch beide lebten später in Berlin und machten beide ihre ganz eigenen Erfahrungen mit der Mark Brandenburg. Aus alten Manuskripten weiß man, dass Theodor Fontane den Maler Carl Blechen bewunderte. Eigentlich sollte es in seinen „Wanderungen“ ein eigenes Kapitel über „Blechen als Maler“ geben. Warum dies nie veröffentlich worden ist, davon handelt die Ausstellung im Schloss Branitz.

Literaturtipp: Fontane und Pückler – beide verbindet ihre Aufenthalte in England. Diesem Thema widmet sich das gerade erschienene Buch „London kommt! Pückler und Fontane in England“ des Autors Klaus-Werner Haupt. Das Buch verbindet auf kurzweilige Art Biografisches mit Zeitgeschehen. Die Erlebnisse der beiden Protagonisten sind dabei überraschend aktuell (Bertuch Verlag Weimar, 19 Euro).

Weitere Informationen:https://fontane-200.de/de/location/cottbus www.reiseland-brandenburg.de/veranstaltungen-hoehepunkte/fontane-200

Die kompletten Blog gibt es unter:www.reiseland-brandenburg.de/ausfluege-tourentipps/ausflugstipps/erlebnisberichte

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